Vorwort:
Dies ist der zweite Teil von SHUNYATA und die eigentliche Vostellung von Konzept & Kollektion. Im zuge der Starbucks-Challenge haben wir Mädels von CLLCT uns jeder einen talentierten Jungdesigner gesucht, den wir mit unseren Postings unterstützen wollen. Ab 31.05 könnt ihr auf der Starbucks-Seite selbst entscheiden, welcher Designer seine Kollektion exclusiv auf der Starbucks Pre-Party auf den Laufsteg schicken darf!


// Pictures: Harry Meister Photography (Like it here)
// Models: Lana @ major-modelmanagement & Lucien Lietz
Wörtlich übersetzt bedeutet Shunyata "Leerheit". Wenn du an Leerheit denkst, assoziierst du es automatisch mit etwas negativem: Wenn etwas leer ist, hat man Wenig davon. Ein leerer Magen, wer mag das schon, ein leeres Blatt Papier hat noch nie eine Eins gegeben. Ein leeres Herz ist manchmal schlimmer als ein gebrochenes. In Teil eins habe ich dieses Gefühl beschrieben als Ohnmacht, als Sinnlosigkeit, als eine große Angst seine Ziele nicht erreichen zu können. Wir versuchen uns krampfhaft von diesen Gefühlen zu lösen anstatt uns tiefer damit zu beschäftigung, uns tiefer mit uns selbst zu beschäftigen - denn das ist es was man in so einer Situation tun sollte. Die Leere zulassen, sich selbst mit seinem Inneren konfrontieren. Eben das tat Caroline.
Caroline veranschaulicht mir ihrer zunächst düsteren Looks aus dicken Strickstoffen, zugeknöpften Jacken und hochgewickelten Schals das negativ besetzte Gefühl der Leerheit, sich in einen Kokon einwickeln zu wollen, abgetrennt von der Außenwelt.


Anders als bei uns empfindet man Leere in anderen Kulturen: Im Zen Buddhismus ist Shunyata "der Urgrund, aus dem alles werden kann". Tritt man also bewusst ein ins dunkle Nichts, befreit man sich von seinen Fesseln so lässt man der Phantasie freien Lauf.
Caroline erzählt die Geschichte auch im Laufe der Kollektion weiter. Zu dunklen Stoffen mischen sich helle Partien, grob, aber freier. Es scheint ganz so, als lasse sie langsam Licht ins Dunkle.




(Auszüge aus dem Konzept)
Der Dunkelheit weicht ein gleißendes Licht, vielleicht kann man es schon fast als eine Art Erleuchtung bezeichnen. Ausgebrochen aus der inneren Unruhe sind Carolins Models nun umhüllt von weichen, sanft fallenden, hellen Kleidern. Vielleicht sollte diese Kollektion auch ein Ansporn für uns alle sein: Nutze deine Leere, lass dich nicht von ihr einschüchtern, denn wo Nichts ist, ist viel Platz für Neues.
Die Designerin jedenfalls hat sich Shunyata zu Nutze gemacht und eine Geschichte in Form von Kleidung geschaffen, die ich so selbst noch nicht gesehen habe. Diese Kreationen sind tiefgründiger und besser als vieles, was ich bisher bei bereits etablierten Designern gesehen habe - und genau deshalb sollte sie meiner Meinung nach den Wettbewerb gewinnen.

(Picture on the right by Julia Thalhofer)



Ein kurzes Nachwort:
In Teil drei werde ich mir selbst ein Teil aus der Kollektion borgen, es auf meine Art kombinieren und zeige euch zudem das gesamte Lookbook der Kollektion. Außerdem werde ich euch noch etwas zu Caronlines Stoffauswahl erzählen, denn nicht jeder Jungdesigner entscheidet sich von Anfang an Nachhaltig zu produzieren... aber dazu bald mehr. Ich hoffe, Shunyata gefällt euch genau so wie mir!




























